Die Kurve
von Tankred Dorst
Regie: Karsten Hinrichs
Theater- und Gaumenfreuden für Theaterfreunde.
Heuer bekommen die Zuschauer nicht nur spannendes Theater geboten, sondern an jede Aufführung schließt sich ein Buffet mit kalten und warmen Speisen an, das von der Kaffeemanufaktur geliefert wird.
So bietet sich nach dem Stück noch die Möglichkeit zum Gespräch in entspannter Atmosphäre.
Aufführungsrechte: Jussenhoven & Fischer http://www.jussenhoven-fischer.de
Zum
Inhalt:
Die beiden ungleichen Brüder Anton und Rudolf leben in einem Paradies. Fern ab von der Zivilisation genießen sie die Ruhe und konzentrieren sich auf ihr Leben zu zweit. Doch immer wieder stürzen Autos vom Berg auf ihr Grundstück herab. Die Kurve über ihrem Haus ist zu gefährlich! Die beiden Brüder versuchen auf unterschiedliche Art, die Situation zu meistern: Der Praktiker Rudolf repariert die kaputten Autos, verkauft sie weiter und sorgt so für ihr Einkommen. Der Ästhet Anton feilt am Stil seiner Grabreden und beschwert sich gekonnt beim zuständigen Ministerium. Die Beschwerdeschreiben werden allerdings nie beantwortet. Und was tut der zuständige Politiker Kriegbaum? Der stürzt als 25. Fahrer den Berg herab. Sein Auto - Totalschaden! Er selbst überlebt. Die Kurve ist eine Parabel über Grundsituationen im Leben. Die Ausgangssituationen der Figuren sind jedem vertraut. Geschickt und mit einem Augenzwinkern versteht es Tankred Dorst die Realität ins Absurde zu rücken und das Absurde ins Reale. Lassen Sie sich überraschen…
Zum Autor:
TANKRED DORST wurde 1925 in Oberlind bei Sonnendorf, Thüringen, geboren. Als Siebzehnjähriger wurde er zur Wehrmacht eingezogen und geriet bei Kriegsende in englische und amerikanische Gefangenschaft, aus der er 1947 nach Westdeutschland entlassen wurde. 1950 nahm Dorst das Studium der Germanistik, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft in München auf. Bald darauf begann er, Stücke für das studentische Marionettenstudio zu verfassen. Seine ersten Werke für das Schauspiel wurden 1960 aufgeführt. Es folgten über 30 Dramen und Libretti, u.a. Toller, Die Kurve, Große Schmährede an der Stadtmauer und Der Kater oder Wie man das Spiel spielt. Seinen vier teilweise fast „klassischen“ Kinderstücken in Zusammenarbeit mit Ursula Ehler (wie bei der Mehrzahl der Texte seit den 1970er Jahren) folgte 2002 Der vergessene Zauberspruch. Daneben entstanden Bühnenbearbeitungen und Übersetzungen, Drehbücher, Essays und Erzählungen. Tankred Dorst führte auch Regie bei mehreren Filmprojekten und inszenierte 2006 den Ring der Nibelungen für die Bayreuther Festspiele. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Gerhart-Hauptmann-Preis, den Mühlheimer Dramatikerpreis, den Georg-Büchner-Preis und den Max-Frisch-Preis. 2009 empfing er den Thüringer Verdienstorden, die Ehrendoktorwürde der Universität Bamberg und den Europäischen Literaturpreis, Straßburg.