Zum Inhalt:
Arsen und Spitzenhäubchen
Die beiden hilfsbereiten Schwestern Abby und Martha Brewster bewohnen
zusammen mit ihrem verrückten Neffen Teddy, der sich für Präsident
Roosevelt hält, eine Villa in New York. Bei einem seiner Besuche
muss Mortimer, ebenfalls ein Neffe, feststellen, dass seine beiden Tanten
eine sehr eigene Auffassung von Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe
praktizieren. Kein Wunder also, dass ihn fast der Schlag trifft, als
er unerwartet eine Leiche in der Fenstertruhe entdeckt. Was ihn jedoch
am meisten verwirrt ist, dass die alten Damen überhaupt nichts
Befremdliches dabei finden. Kein Wunder, denn Sie haben dem allein stehenden
Herren ja selbst zur ewigen Ruhe verholfen. Als auch noch Mortimers
krimineller Bruder Jonathan und sein Kumpan Dr. Einstein eine Leiche
ins Haus schleppen, ist Mortimer seines Lebens nicht mehr sicher.
Zum Autor:
Josef Kesselring – Kurzbiografie:
Geboren am 21. Juli 1902 in New York (USA)
Gestorben am 5. November 1967 in Kingston (USA)
Kesselring, eigentlich Joseph Otto Kesselring, wurde als Sohn deutschstämmiger
Eltern geboren. In den Jahren 1922 bis 1924 war er Professor für
Musik am Bethel College, Kansas. !925 bis 1928 musikalischer Leiter
und Direktor eines Amateurtheaters in Niagara Falls. Dann betätigte
er sich als Schauspieler, Autorund Regisseur verschiedener Unterhaltungsstücke
und als Verfasser von Kurzgeschichten und Gedichten. Seit 1933 war er
freiberuflicher Autor und Bühnenschriftsteller. 1939 schrieb er
Arsen und Spitzenhäubchen, seinen einzigen Erfolg. Dieser Erfolg
verschaffte Kesselring unerwarteten Reichtum Der 1944 nach dem Bühnenstück
gedrehte Film mit Carry Grant, inszeniert von Frank Capra, wurde zu
einem Filmklassiker. Doch dass sein Stück als schwarze Komödie
rezipiert wurde, löste bei Kesselring schwere Depressionen aus,
denn er hatte sein Werk als ernstes Drama im Sinne Strindbergs konzipiert.
Joseph Kesselrings Vater, Ronald Kesselring, war ein berühmter
Chirurg. Zeitlebens empfand Joseph eine Hassliebe zu seinem Vater und
dessen Beruf, die er in Arsen und Spitzenhäubchen verarbeitete.
In zwei Figuren des Dramas scheint Kesselring sich selbst zu spielen:
in Teddy, der glaubt Theodore Roosevelt zu sein – Kesselrings
großes Vorbild für Zivilcourage – und in dem Polizisten
O´Hara, der eigentlich ein verkappter Literat und Theaterautor
ist.
Die Darsteller
| Abby Brewster |
Silvia Fischer |
| Martha Brewster |
Elfriede Stettmeier |
| Teddy Brewster |
Markus John |
| Mortimer Brewster |
Zlatko Paric |
| Jonathan Brewster |
Jürgen Radius |
| Dr. Harper |
Horst Müller |
| Ellen Harper |
Anna Stettmeier |
| Klein |
Wilkin Herrmann |
| Brofy |
Florian Maruschke |
| Dr. Einstein |
Karsten Hinrichs |
| Leutnant Roony |
Alexander Vitzthum |
| O´Hara |
Michael Franz |
| Mr. Gibbs |
Robert Kern |
| Mr. Witherspoon |
Herbert Kramkowski |
| Regie |
Karin Lastowitza |
| Regieassistenz |
Michaela Schlecht |
| Bühnenaufbauten |
Siegfried Probst, Manfred Wirth |
| Souffleuse |
Barbara Aschenbrenner und Christiane Müller |
| Maske |
Cäcilia Probst |
| Film/Ton/Beleuchtung |
Siegfried Probst, Johannes und Hans Stettmeier, Peter Reif, Michael
Kilia, Stefan Schlecht |
| Satz/Graphik/Programmheft |
Graph. Betrieb W. Hellmich |