Zum Inhalt:
Sir
Simon de Canterville ist verdammt auf Schloss Canterville Nacht für
Nacht als Gespenst zu erscheinen. Doch Lady Canterville, die etwas exzentrische
Nachfahrin von Sir Simon - aus finanziellen Gründen dazu genötigt
- schafft es, das Haus zu vermieten, mitsamt Personal Benson und Ellie,
die demütig aber zugleich auch etwas ängstlich dem Gespenst
dienen. Immerhin hat das Gespenst verstanden, bisher jeden potenziellen
Mieter zu vergraulen, oder ihm direkt den Kopf abzuschlagen!
Mit der Familie Otis hat Lady Canterville nun aber
Glück, die Familie ist mit Gespenstergeschichten nicht zu beeindrucken
und mietet das Anwesen mitsamt dem friedlosen Geist. Sir Simon ist erbost
über die ihm erwiesene Respektlosigkeit. So erscheint er künftig
nur noch der Tochter Virginia, die Mitleid mit der Geistererscheinung
hat. Doch Virginia muss sich ausgerechnet in George de Malvosin verlieben.
Er ist der Nachfahre von Sir Simons Widersacher Geoffrey de Malvosin
und war damals Schuld an Sir Simons Schicksal.
"Das Gespenst von Canterville" ist ein Bühnenstück
über die Liebe. Es zeigt auf, welchen Stellenwert die Liebe im
Leben eines Menschen, eines Gespenstes (?) haben kann und hat. Es zeigt,
dass die Liebe unsterblich ist, dass der Mensch auf ewig mit Gut und
Böse zu kämpfen hat. Wer wirklich liebt ist mutig. Dieser
Mut wird auf jeden Fall belohnt!
Was genau passiert, erfährt das Publikum, wenn
es sich in das Jahr 1575 entführen läßt und zwar nach
England auf das Schloss Canterville.
Zum Autor:
Der Braunschweiger Autor Markus Wiegand hat sich der
Novelle "das Gespenst von Canterville" (von Oscar Wilde) angenommen
und sie zu einer frechen und zugleich romantischen Komödie unfunktioniert.
Rückmeldung zur Aufführung von Markus Wiegand:
Guten Morgen Frau Herrmann,
ich habe die DVD bekommen, am letzten Freitag, da noch
meine alte Adresse darauf stand, und deshalb das kleine Päckchen
eine "Ehrenrunde" gedreht hat. Ich fand Ihre Inszenierung
sehr gut! Am besten hat mir gefallen, die "Mittelalterszene"
als Traumsequenz zu gestalten. Sehr beeindruckend. Und mein Komliment
an die Damen und Herren: Oliver Spilker, Elfriede Stettmeier, Michael
Franz und Silvia Fischer. Sehr gut und überzeugend gespielt! Ich
wollte mich schon vorher bei Ihnen melden, aber zur Zeit beginnt bei
uns die neue Spielsaison - die Vorpremiere steht vor der Tür -
und in zwei Wochen ist die Premiere meines neuen Stückes. Ich springe
also zur Zeit von Termin zu Termin.
Haben Sie nochmals vielen Dank für die DVD!
Bitte übermitteln Sie auch meine Grüße an alle Mitglieder
der Bühne Moosburg und besonders an den Kollegen Jürgen Servatius,
der ein wirklich überzeugende Arbeit abgegeben hat.
Viele liebe Grüße
Ihr Markus Wiegand
Zur Person Oscar Wilde:
1854 in Dublin geboren, galt der irische Dichter als
Ästetizist, Verkünder des Reichs reiner Schönheit, wurde
aber andererseits als Kämpfer gegen Geistesströmungen wie
Realismus und Naturalismus hart kritisiert. Wegen seiner Homosexualität
musste er zwei Jahre im Gefängnis verbringen.Sein literarisches
Werk aber ist nach wie vor anerkannt. Wenn man auch an biographischen
Aspekten nicht ganz vorbeigehen mag, wenn es darum geht, sein Lebenswerk
zu verstehen, so sollte man Oscar Wilde das sein lassen, was er nur
sein wollte: ein Künstler allein für die Kunst.
Zitat:
"Wir können einem Menschen verzeihen, daß
er sich mit einer nützlichen Sache beschäftigt, aber nur so
lange, wie er sie nicht bewundert. Die einzige Entschuldigung für
die Beschäftigung mit einer zwecklosen Sache ist, daß man
sie auf das Höchste bewundert. Alle Kunst ist ganz zwecklos.
Die Darsteller
| Sir Simon de Canterville, das Gespenst |
Zlatko Paric |
| Eleonore, seine Frau |
Lisa Janovsky |
| Lady Canterville, Nachfahre von Sir Simon |
Johanna Gammel-Kollmannsberger |
| Sir Geoffrey de Malvosin, Waffenbruder von Sir Simon und dessen
Mörder |
Jürgen Radius |
| George de Malvosin, Nachfahre von Sir Geoffrey |
Karsten Hinrichs |
| Benson, der Butler |
Oliver Spilker |
| Ellie, seine Frau |
Elfriede Stettmeier |
| Mr. Otis, der neue Mieter von Canterville |
Michael Franz |
| Mrs. Otis, seine Frau |
Silvia Fischer |
| John, deren Sohn |
Simon Kollmannsberger |
| William, deren Sohn |
Christopher Reiter |
| Virginia, die Tochter |
Daniela Meinelt |
| Diener im Mittelalter |
Robert Kern |
| Musikanten im Mittelalter |
Wittelsbacher Turmpfeiffer |
| Gefolge im Mittelalter |
Anna Stettmeier, Michaela Schlecht, Barbara Aschenbrenner, Hella
Bley-Held, Wilkin Herrmann, Siegfried Probst, Rita Weber, Christiane,
Birgit und Horst Müller, Christiane Schlag |
| Regie |
Jochen Servatius |
| Regieassistenz |
Karin Lastowitza |
| Bühnenaufbauten |
Siegfried Probst, Johann Reif |
| Souffleusen |
Michaela Schlecht, Barbara Aschenbrenner |
| Maske |
Cäcilia Probst |
| Ton/Beleuchtung |
Siegfried Probst, Johannes Stettmeier |
| Satz/Graphik/Programmheft |
Graph. Betrieb W. Hellmich |
| Regie |
Jochen Servatius |
| Regieassistenz |
Karin Lastowitza |