Zum Inhalt:
"Der
nackte Wahnsinn" erzählt vom Berufs- und Privatleben einer
mittelmäßigen Schauspieltruppe, welche eine völlig absurde
Schlafzimmerfarce mit dem doppeldeutigen Titel "Spaß muss
sein" inszenieren will. Mit einer Tournee durch englische Provinzstädchen
wollen sie ihr Publikum ansprechen.
Die Truppe braucht dringend die Präsenz eines
sie lenkenden Regisseurs, nämlich, Lloyd Dallas. er muss mit deren
Unfähigkeit und Unzulänglichkeiten fertig werden. Aber auch
seine Geduld stößt zuweilen an die mit Valium hinausgezögerten
Grenzen. Das Publikum bekommt die Geräusche hinter der Bühne
zu hören. Intrigen, kleine Vergehen, Missverständnisse und
Verwechslungen unter den Darstellern: unausweichlich machen sich diese
privaten Probleme während der Aufführung bemerkbar und "Spass
muss sein" verkommt von beabsichtigter zu unbeabsichtigter Farce
(Spiel oder Nicht-Spiel, das ist gar keine Frage). Alles, was schief
laufen kann, läuft schief, und viel von dem, was nicht schief laufen
kann, läuft trotzdem schief. Nun ja........"Das ist Theater.
Das ist Leben!"
"Der nackte Wahnsinn" ist eine Komödie
über das Schauspielen, ein Theaterstück über ein Theaterstück
im Theaterstück. Die Fallstricke der Schauspielerei werden deutlich,
ebenso die Identitätsprobleme unter den Darstellern und die wahre
Natur des Dramas - letztlich aber auf eine irrwitzige Art und Weise
berührend.
Zum Autor:
Michael Frayn wurde am 08.11.1933 in Mill Hill bei
London geboren. Nach seinem Schulabschluß absolvierte Frayn den
Wehrdienst bei der Royal Artillerie, arbeitete dort als Russischdolmetscher
im Nachrichtendienst und studierte Philosophie in Cambrigde. Nach dem
Studium arbeitete er von 1957 bis 1962 als Reporter und schrieb ab 1959
satirische Kolumnen für den Manchester Guardian. Von 1962 bis 1968
war Frayn Journalist und Autor von Länderportraits für den
Londoner Observer tätig. Er verfasste eine Reihe von vorwiegend
satirischen Romanen und Theaterstücken, in denen er bürgerliche
Konvention, Snobismus, Heuchelei und überkommene Strukturen kritisierte.
1982 wurde seine groteske Farce "Noises off"
(dt. "Der nackte Wahnsinn") in London uraufgeführt und
erhielt noch im selben Jahr den Preis für die beste Komödie.
Seit den 80er Jahren ist Frayn auch als Drehbuchautor (z. B. für
den Film "Clockwise") erfolgreich. Darüber hinaus machte
er sich als Übersetzer und Bearbeiter russischer Dramatik einen
Namen.
Die Darsteller
| Dotty Otley |
Christina Schlag |
| Lloyd Dallas |
Gerhard Macher |
| Garry Lejeune |
Zlatko Paric |
| Brooke Ashton |
Birgit Weber |
| Poppy Norton-Taylor |
Johanna Gammel-Kollmannsberger |
| Frederick Fellowes |
Jochen Servatius |
| Belinda Blair |
Karin Lastowitza |
| Tim Allgood |
Robert Kern |
| Selsdon Mowbray |
Markus John |
| Bühnenaufbauten |
Johann Reif, Siegfried Probst |
| Souffleusen |
Silvia Fischer, Hella Bley-Held |
| Maske |
Cäcilia Probst |
| Ton/Beleuchtung |
Robert Beibl, S. und G. Altschäffl |
| Satz/Graphik/Programmheft |
Graph. Betrieb W. Hellmich |